Kenko REAL PRO Clip Lens und meine Erfahrung damit

Kenko REAL PRO Clip Lens und meine Erfahrung damit

Gewiss nutzen wir unsere Smartphones nicht im vollen Umfang, doch die einfache Kamera-Funktion kennt wirklich jeder. Nach dem herkömmlichen Messeging und surfen im Internet kommt das Fotografieren mit dem Smartphone am häufigsten vor. Ist ja auch verständlich – schließlich sind die Smartphone-Kameras in den letzten Jahren richtig gut geworden. Die richtige Bedienung einer semiprofessionellen Kamera wiederum kann für Einsteiger komplizierter sein, als ein schneller Schuss mit der Handycam. Als Profifotograf fällt es mir eher schwer mich mit den Einschränkungen einer Smartphone-Kamera anzufreunden, schließlich weiß ich, wie ich meine Kamera nutzen muss, um bestimmte Bilder zu bekommen. Umso erstaunter war ich, als ich zum Testen die neuen Clips von Kenko ausprobieren konnte und wie leicht man ein ähnliches Resultat bekommen kann ohne viel Equipment mit sich herumschleppen zu müssen.

Die Smartphone-Kameras sind oft mit den Objektiven ausgestattet, die zwar Alles-Könner sein müssen, doch viele geben mir bestimmt Recht, dass man die besten Aufnahmen im Flat Lay Modus (90° Perspektive) sowie Street- und Landschaft-Fotografie bekommt. Und das nur bei guten Lichtverhältnissen oder eine guten Beleuchtung (z.B. Lichter des Weihnachtsmarktes). Bei Portraits muss man sich schon den Kopf zerbrechen, vor allem, wenn die Fotos mehr als ein Selfie werden sollen. Wie man es auch dreht und wendet – eine Smartphone-Kamera wird eine Spiegel-Reflex oder Mirrorless Kamera vorerst nicht ersetzen können. Nichtsdestotrotz gibt es richtig gute Alternativen, die Smartphone-Bilder interessanter zu machen und vor allem ganz andere Perspektiven wie Macro-Fotografie ermöglichen.

Ich bin seit zehn Jahren als Profi-Fotograf unterwegs und wie schön die Fotografie mit einer Profi-Kamera auch ist – auch nur die Hälfte des Equipments kann verdammt schwer sein. Ist man „nur“ eins-zwei Stunden bei einem Shooting unterwegs, kann man das noch verkraften. Bin ich mit meiner Familie unterwegs und möchte nicht nur schöne Erinnerungen davon behalten, sondern auch die Hälfte des Haushalts für jegliche Zwischenfälle mit einpacken, wird mein Foto-Rucksack gelinde gesagt SCHWER! Ehrlich gesagt, nervt mich das richtig und ich muss mir das genau überlegen, ob ich die Technik überhaupt mitnehme.

Vor wenigen Wochen kam dann aus Japan ein Päckchen mit den Kenko RealPro Clip Smartphone Objektiven an. Ich habe meine Bedenken zur Seite gelegt und mutiere mit den kleinen Helfern immer mehr zu einem Smartphone-Fotografen. Doch warum eigentlich nicht?!

Die übliche Kamera-Ausrüstung ist sehr schwer, so kann ich sie jetzt öfter zu Hause lassen, ohne dabei auf gute Fotos zu verzichten.

Ich besitze einen Samsung S6. Dieser Smartphone gehört zwar nicht zu den Hightech-Geräten in diesem Bereich, doch dank seines Stabilisationssystem, der eingebauten Kamera und den Kenko Clips habe ich richtig geile und interessante Smartphonefotos hinbekommen.
Die gelieferten Clips sind:

- ein Super Wide 0,4x 165°
- ein Fisheye 180°
- und ein Wide and Macro 120°, der durch das Abschrauben der oberen Linse zu eine Makrolinse mutiert.

Wie zu erwarten, nehmen die Clips kaum Platz ein und können bequem in der Tasche verstaut werden. Die Verarbeitung der Clips ist sehr gut und im Gegensatz zur Konkurrenz, die mit den ähnlichen Produkten auf dem Markt unterwegs ist, sind die Objektive von Kenko qualitativ besser, die ich auf der Photokina 2016 ausgiebig testen konnte.

Nun kurz zu den Pros und Kontras:

PRO:

- Kenko Tokina Clips sind leicht und kompakt.
- Sehr einfach zu transportieren. Wenn man sie schnell braucht, kann man sie an dem Taschengurt, oder an der Hosentasche anclipsen, und hat sie immer parat.
- Hochwertig Verarbeitung – qualitative Materialien und kleine Details, wie zum Beispiel keine Berührungspunkte mit der Smartphone-Kamera, um diese nicht zu zerkratzen .
- Gehäuse aus Metall, was die Lebensdauer noch Mal erweitert.
- Nutzungsvielfalt. Die Objektive kann man gerne auch auf eine Laptop, Tablet oder sogar zur Winkelerweiterung auf eine Webcam benutzen, was ich ehrlich gesagt sehr praktisch finde.
- Gewinde an den Clips selbst, was mir persönlich die Möglichkeit gibt nur eine Clips mit dabei zu haben, und einfach je nach Bedarf das Objektiv selber zu wechseln.
- Schutzkappen. Wie auf herkömmlichen Objektiven, für beide Seiten gibt es Schutzkappen, finde ich toll.
- Art der Objektive.

Kontras:

- Zentrierung. Die Linsen müssen genau mittig zentriert werden, sonst hat man verschwommene Kanten auf den Bild, was nicht gut aussieht.
- Kappen, die sich nicht so leicht abziehen lassen. Kann man zwar als einen weiteren Schutz betrachten, aber manchmal nervt’s.

Also, nichts wie ab zum Amazon, oder Hapateam. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Viel Spaß damit, und das werdet Ihr sicherlich haben!

Links zum Amazon:

Super Wide 0,4x 165°
Fisheye 180°
Wide and Macro 120°

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